Interview mit H. Mehdorn zum BER

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Quelle Foto: By Olaf Tausch (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

Quelle Interview: Spiegel Nr. 26 / 2013 Seite 71

zum Thema Brandschutz und Baurecht:

„Es geht um Sicherheit für die Menschen, dagegen kann man nicht argumentieren. Das ist hoher guter Standard, das kostet viel Geld, aber da gibt’s nur eins, man muss es akzeptieren. In einem anderen Land würde es das so nicht geben. Aber wir Deutschen sind eben gründlich, wir nehmen uns Zeit für Genehmigungsverfahren und regeln jedes noch so kleine Detail in seitenlangen Verordnungen. Unser Baurecht müsste dringend mal durch ein Sieb geschüttet werden.“

Das hat Herr Mehdorn sich ja sehr vorbildlich ausgedrückt, am Abend beim Bier, wenn keine Zeitung mitschreibt sind die Worte sicherlich nicht so wohl überlegt.

zum Thema Architekten:

„Architekten geht es oft um Selbstverwirklichung. Das dürfen Sie als Bauherr nicht einfach hinnehmen. Meinhard von Gerkan zum Beispiel ist ein begnadeter Architekt. Sein Lebenswerk ist nur zu bewundern. Was er entworfen hat: grandios. Aber beim Bau laufen dann leicht die Kosten aus dem Ruder. (…) Deshalb dürfen Sie einen Architekten nie frei laufen lassen, deshalb müssen Sie zur Not seine Träume einfangen.“

Hier hat Herr Mehdorn wohl zu viel schlechte Erfahrung gemacht.

Nach meiner Meinung kann man Architekten ganz grob in 3 Gruppen einteilen:

1. die Stars: es muß beeindruckend aussehen, und das darf dann auch was kosten, oder auch ein wenig mehr

2. diejenigen, die gerne Stars sein möchten: es muß außergewöhnlich sein, egal was es kostet

3. die heimlichen Stars: es ist bezahlbar und sieht gut aus

Bis jetzt hatten wir das Vergnügen nur mit Architekten aus der letzten Gruppe zusammen zu arbeiten.